Die geschwinde Reise
Rezensionen
Rezension von Rupert Schwarz
Rezension von Jürgen Schütz
Rezension von Frank Drehmel
Eine nette, kleine Diskussion: Literaturschock
Diese Rezension wurde geschrieben von Rupert Schwarz und erschien zuerst auf "fictionfantasy"
Der Engel Fama zeigt einen großen wissenschaftlichen Geist, als er fünf Forscher aufforderte, einen eben neu entdeckten Marsmond zu erforschen. Audius, Visius, Odor, Gustus und Tactus (benannt nach den fünf Sinnen) machen sich sofort voller Eifer ans Werk. Schon vorher hatten sie eine Reise ins All ersonnen, doch nun haben sie auch ein Ziel. Das Transportmittel ist ersonnen und bald fertig gestellt: Ein Schiff, dass mit mehreren Ballonen in die Luft gehoben wird soll das vordringen zu dem fremden Mond ermöglichen doch einfach wurde die Reise nicht. Viele Gefahren mussten überwunden werden, ehe man einen Fuß auf die fremde, neuentdeckte Welt setzen konnte.

Die Geschichte von E. C. Kindermann, erschienen 1744, kann als erste Science Fiction Geschichte in deutscher Sprache bezeichnet werden. Natürlich hängt dies auch davon ab, wie man den Begriff Science Fiction genau definiert. Hierzu findet sich zum Beginn des Buchs ein sehr ausführliches Essay von Herausgeber de Jong, der nicht nur die Abgrenzung der Science Fiction zu anderen Genres, sowie die Aufteilung in Subgenres beschreibt, sondern auch die Entstehungsgeschichte der SF umreißt. Dort liest man dann auch, dass der erste SF Roman überhaupt 1634 von Johannes Kepler verfasst wurde und den Titel “Somnium Seu Opus Posthumum De Astronomia Lunari” trug. Kepler war zwar Deutscher, hatte aber sein Werk nicht in Deutscher Sprache verfasst.

Zum Roman – oder sagen wir besser Kurzroman - selbst sei gesagt, dass Kindermann für die damalige Zeit einiges vorweg nahm. So postulierte er weitere Mars Monde - etwas dass erst viel später bestätigt wurde und er ersonn eine Beförderung durch die Luft mittels Ballon. Natürlich war die tatsächliche Reise dann eher etwas, das zum Schmunzeln anregte, doch man will dem Roman das Alter nicht vorhalten. Außerdem waren dann die Szenen auf dem Marsmond dann interessanter und Kindermann beschreibt eine ferne, fremde Welt, deren Menschen uns ähnlich und dann doch wieder vollkommen fremd sind.

In dem Buch wird diese Geschichte insgesamt dreimal abgedruckt, zunächst in Form der Originalgeschichte, die nach über 260 Jahren eher unverständlich ist und nur schwer zu lesen ist. Deswegen findet man im Anschluss eine Neuversion, in der die Sprache in unser heutiges Deutsch übertragen wurde. Doch immer noch wirkt Aufbau und Formulierung sehr fremd und so findet sich als drittes eine Nacherzählung, die sich auch des heutigen Satzbaus bedient und eigentlich die einzig wirklich lesbare Version darstellt.

Insgesamt muss man sagen, dass Herausgeber de Jong sich viel Mühe mit diesem Kleinod gemacht hat - beide Neuversionen stammen aus seiner Feder - und es ist sehr schön, dass dieses sehr alte Stück Science Fiction Literatur noch einmal veröffentlicht wurde.
Diese Rezension wurde geschrieben von Jürgen Schütz und erschien zuerst auf der "Leseattacke"
“Die Geschwinde Reise auf dem Lufft-Schiff nach der obern Welt, welche jüngsthin fünff Personen angestellet um zu erfahren, ob es eine Wahrheit sey, dass der Planet Mars den 10. Jul. dieses Jahres das erste Mahl, so lange die Welt stehet, mit einem Trabanten oder Mond erschienen? Der untern Welt zu curieuser Gemüths-Ergötzung und Versicherung dieser Begebenheit mitgetheilet durch die allgemeine Fama.1744”

Das ist der komplette Buchtitel des ersten deutschsprachigen Science Fiction Romans.
Richtig! Science Fiction!
Eine kleine Sensation!, war der erste Gedanke, als ich von diesem Buch aus deutschen Landen hörte. 1744! Zwar über 200 Jahre nachdem Thomas Morus sein Utopia verfasste (1516), doch war jenes noch in lateinischer Sprache geschrieben. Einen weiteren Unterschied erkennt man in der Thematik. Während Morus eine fiktive Gesellschaft erschuf und damit einen anderen soziologischen Hintergrund zum Kern seiner Geschichte machte, rüttelt Kindermanns Buch nicht am gesellschaftlichen Gefüge, sondern konzentriert sich auf das Element Science - der technischen Entwicklung.

E. C. Kindermanns Fiktion – Ein historischer Bericht?

E.C: Kindermann schrieb zur Mitte des 18. Jahrhunderts mit “Die geschwinde Reise” ein Buch, das damals sicher genau so spektakulär war wie Luke Skywalkers Kunststücke mehr als zweihundert Jahre später, denn es ging wie bei Star Wars ebenfalls in den Weltraum. Die Sprache ist, für heutige Leser altbacken wie bei Grimmelshausen, als er die Welt mit seinem Simplicissimus konfrontierte, gewöhnungsbedürftig, doch die beschriebenen technischen Aspekte ähneln in ihrer Darstellung einer heutigen Science Fiction Geschichte. Ganz genau überlegte der Autor wie er seinen Flugapparat erklärt, fast vierzig Jahre bevor in Frankreich der erste Heißluftballon in den Himmel stieg.

Kupferkugeln, aus gedengelten Münzen, denen die Luft entzogen wurde, dadurch nun leichter als Luft, ziehen die fünf Protagonisten (sie sind nach den fünf Sinnen benannt) in ihrem Schiffchen hinauf zum Mars, um dessen neu entdeckten Mond zu erforschen. Draußen im All erleben Auditus, Visus, Odor, Gustus und Tactus die aufregendsten Dinge, bis die fünf Raumfahrer endlich den Marsmond erreichen und dort einige Gefahren bestehen.

Nicht die actionreiche Handlung ist das Besondere an E. C. Kindermanns Werk, sondern die Tatsache, dass man sich schon damals Gedanken über derartige Dinge machte. Der technischen Standard einer Epoche bestimmt in einer Zukunftsgeschichte immer die Möglichkeiten, die zur Bewältigung einer Aufgabe zur Verfügung stehen könnten.

So wie Daedalus und Ikarus in der griechischen Sage noch mit Federn und Wachs auskommen mussten, so hatten Raumfahrer aus der Literatur der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts bereits chemische Raketen. Und auch die Protagonisten E. C. Kindermanns sind mit der vorstellbaren Technik des 18. Jahrhunderts ausgestattet. Ein weiterer interessanter Aspekt ist auch das Ziel der geschwinden Reise, nämlich der neu entdeckte Marstrabant. Kindermann beschäftigte sich unter anderem mit der Astronomie und sein Werk stützt sich in großen Teilen auf die Lehren Johannes Keplers (1571 – 1630), der die Position der Planeten studierte.

Analog dem damaligen Wissensstand sind auch die Beschreibungen der Atmosphäre, die hier Dunstkreis genannt wird, sowie die Angaben über die jeweilige Geschwindigkeit der Raumfahrer. Es wird der ein Jahr zuvor (1743 von  Dirk Klinkenberg) entdeckte “Komet Klinkenberg” erwähnt, in Astronomenkreisen zweifellos ein wichtiges Thema der Zeit; und letztendlich bezieht sich der Autor auch auf sich selbst, in dem das engelartige Wesen Fama die Protagonisten auf die Lehren und Bücher E. C. Kindermanns hinweist, die ihnen beim Bau des Raumschiffs dienlich sein könnten.

Die Tatsache, dass die Reisenden auf dem Marsmond dem Menschen sehr ähnliche Wesen treffen, ist in einem sehr engen Kontext zur damaligen gesellschaftlichen Situation zu sehen. Es kommt zu einer angeregten Diskussion über Gott und Religion. Die Erfahrungen aus diesen Diskussionen stützen letztendlich die zu diesem Zeitpunkt vorherrschende christliche Lehre, wodurch ich zu dem Schluss komme, dass schon vor 200 Jahren weltliche Lehren und geistliche Ansichten sich nicht ausschlossen, - oder ausschließen durften. Kindermann legt scheinbar sehr großen Wert auf die Erhaltung des allgemein anerkannten Glaubens. Denn diese Frage hätte man vermutlich damals auf jeden Fall gestellt: “Was findet man da oben im Himmel”.

Zum Abschluss möchte ich auch noch das sehr informative Vorwort erwähnen. Der Herausgeber Hendrikus J. J. de Jong liefert in diesem als Essay verfassten Artikel die Antwort auf die Frage, was Science Fiction letztendlich ausmacht. Er begründet seine Ansicht auf ca. 30 Seiten unter der Prämisse, dass es auch ein Zeichen der Wissenschaft (Science) ist, wenn man sich Gedanken darüber macht, wie man auf den Mond, Mars, Jupiter oder ein paar Jahre in die Zukunft gelangt, auch wenn man keine, einwandfreie, technische Erklärung dazu liefert .

Des Weiteren hat der Herausgeber die, erst im Original abgedruckte, Geschichte der aktuellen Rechtschreibung angepasst und ebenfalls dem Buch angefügt. Abschließend folgt noch eine freie Nacherzählung der Geschichte von Hendrikus de Jong.

Alles in allem kommt das Buch somit auf 180 Seiten und ist seinen Preis wert. Die Geschwinde Reise von E. C. Kindermann ist ein interessantes Lesevergnügen und obwohl ein Zukunftsroman, auch eine Reise in die Vergangenheit.
Diese Rezension wurde geschrieben von Frank Drehmel und erschien zuerst auf "Phantastik-News"
“Die geschwinde Reise” - um der zeitgemäßen, marketing-technisch notwendigen Titel-Verkürzung zu folgen - erschien erstmals im Jahre 1744 und stellt damit nach der im ausführlichen, essayistischen Vorwort begründeten Auffassung des Herausgebers den ersten deutschen “Science Fiction”-Roman dar, also einen, der - im Gegensatz zu Keplers “Somnium Seu Opus Posthumum” - in deutscher Sprache geschrieben und herausgegeben wurde und der die wissenschaftlichen Erkenntnisse der damaligen Zeit fiktional fortschreibt. Nach heutigem Maßstab allerdings ist “Die Geschwinde Reise auf dem Lufft-Schiff nach der obern Welt, welche jüngsthin fünff Personen angestellet um zu erfahren, ob es eine Wahrheit sey, dass der Planet Mars den 10. Jul. dieses Jahres das erste Mahl, so lange die Welt stehet, mit einem Trabanten oder Mond erschienen? Der untern Welt zu curieuser Gemüths-Ergötzung und Versicherung dieser Begebenheit mitgetheilet durch die allgemeine Fama” mit ihrem Umfang von rund 50 Seiten sicher weniger ein Roman als vielmehr eine SF-Kurzgeschichte, was jedoch dem Unterhaltungswert keinen Abbruch tut.

Der weibliche Engel Fama fordert, indem er an ihr männliches Ego appelliert, fünf Männer - Auditus, Visus, Odor, Gustus und Tactus - auf, ein Luftschiff zu bauen, um damit den von dem Astronomen Kindermann neu entdeckten Marsmond zu bereisen. Da sich die Fünf nicht nachsagen lassen wollen, Feiglinge zu sein, zimmern sie flugs ein geeignetes, von mehreren Ballons getragenes Konstrukt zusammen und machen sich auf die Erkundungstour.

Während die Männer noch um Ruhm und Erkenntnis ringen und den seltsamen Wesen des Himmels begegnen, kehrt zwischenzeitlich der sie begleitende Engel Fama zurück zur Erde, um dem gemeinen Volk von ihren außergewöhnlichen Abenteuern zu berichten.

Dem belesenen, technisch versierten SF-Freund des 21. Jahrhunderts werden aus heutiger Sicht viele der Gedanken und Ausführungen des Autors in weiten Teilen harmlos, naiv - um nicht den Terminus “wissenschaftlich unsinnig” gebrauchen zu müssen - im wahrsten Sinne des Wortes anachronistisch oder bekannt vorkommen, in ihrem historischen Kontext mögen sie relativ kühne Visionen gewesen sein. Da die Mehrzahl der Leser jedoch kein akademisch-historisches Interesse an der Lektüre haben dürfte, stellt sich zwangsläufig die Frage: Was kann uns dieser Kurzroman, dessen Autor rückblickend weder in die literarischen, noch wissenschaftlichen Annalen eingegangen ist, heute noch bieten?

Sprachlich und stilistisch ist der Roman in seiner ursprünglichen Fassung sicherlich kein Juwel der Literatur des 18. Jahrhunderts, auch wenn der Naturwissenschaftler Kindermann in einigen Passagen Bilder von “poetischer” Kraft entwirft. Alles in allem dominieren jedoch relativ kurze Sätze und ein an der Darstellung von Fakten und Handlungsabläufen orientierter, nüchterner Stil, der die Geschichte eher steif und hölzern denn lebendig wirken lässt. Die illustrierte Bauanleitung, aber auch das unverhohlene Werben für die eigene wissenschaftliche Reputation - “Wer seine Vernunft weiter belustigen will, der lese die vor kurtzem herausgekommene, mit allerhand Muthmassungen angefüllete, vollständige Astronomie des Hernn Kindermann: in selbiger liegen alle Welt-Cörper beschrieben und in Kupffern entdecket” [S. 38] - weisen deutlich in diese Richtung.

Auch der Wechsel der Erzählperspektive hin zum Engel Fama ergibt sich nicht notwendigerweise aus der Handlung, sondern hinterlässt ein bemühten, unbefriedigenden Eindruck.

Dass es dennoch Spaß macht, dieses Buch zu lesen liegt zum einen an de Jongs beiden Neuversionen - in der ersten übernimmt er Kindermanns Erzählstruktur und Handlung, bedient sich allerdings einer leicht modernisierten Satzstruktur sowie heutiger Grammatik und Rechtschreibung, während er in der zweiten lediglich die Handlung beibehält, sich ansonsten jedoch im Stil einer Nacherzählung einer freieren Sprache bedient -, die a) die Geschichte für eine breite Leserschaft überhaupt konsumierbar machen und b) zum unterhaltsamen Versionen-Vergleich einladen.

Zum anderen überrascht Kindermanns Ideenreichtum, der sich hinter modernen TV-Show-Scripts à la StarTrek oder Babylon5 kaum verstecken muss und der  belegt, dass nicht alles, was uns heute als neu verkauft wird, auch tatsächlich neu ist. Wenn der Autor z.B. darüber fabuliert, dass ein durch “Putrefaktion elastisch gewordener Mensch” durch alle Sphären - also auch den Himmel, das All - zu gehen vermag, so ist dieser evolutionäre Aufstieg des “Menschen”/der Menschheit auch ein zentrales Motiv zahlreicher neuerer SF-Konzepte.

Schlussendlich - und das soll nicht verschwiegen werden - hinterlässt “Die geschwinde Reise” angesichts der fundamentalen physikalischen Irrtümer in dafür prädisponierten Lesern ein unbestimmtes, wohliges und genussförderndes Gefühl “intellektueller” Überlegenheit.

Fazit: Sprachlich und stilistisch nicht auf höchstem Niveau weiß die Geschichte dennoch - nicht zuletzt dank de Jongs Neufassungen und seinen informativen Vorwort - mit ihren erstaunlichen Ideen-Reichtum zu überzeugen.
Rezension von Felix Woitkowski
Diese ca. 50 Seiten umfassende Erzählung aus dem Jahr 1744 gilt als erste ScienceFiction-Geschichte deutscher Sprache. Fünf Menschen reisen darin von der Erde zu einem der Marsmonde und wieder zurück, sie treffen auf verschiedene, menschgleiche Kreaturen, eine fremde Kultur und erfahren viel über die göttliche Schöpfung. Vor allem letzteres ist ein ungewöhnlicher Aspekt, denn die Marsianer glauben an denselben christlichen Gott wie die Menschen der Erde. Anders als die Menschen sind sie doch nicht bei Gott in Ungnade gefallen und erfuhren durch ihn von dem Leben auf der Erde, von der Bibel und Jesus. Dass die Menschen fähig sind von Planet zu Planet zu reisen, verstehen die Marsianer als Zeichen dafür, dass sie auf dem Weg zurück ins Licht sind.
Doch wie geht diese Reise von statten? Die Geschichte wurde fast 40 Jahre vor dem ersten erfolgreichen Ballonflug verfasst. Trotzdem lässt Kindermann das Schiff der Reisenden nach demselben Prinzip in die Höhe steigen. Zur Entstehungszeit war bekannt, dass Luft ein Gewicht hat und fehlende Luft keines. Würde man also aus einem Behältnis, hier große Kugeln aus Kupfer, die Luft entnehmen, wäre es leichter als Luft und würde oben steigen. Je nach Größe und Eigengewicht der Hülle, könnte es noch mehr Masse mit sich nehmen.
So tragen also Kupferkugeln, die ein Vakuum beinhalten, das Schiff in den Himmel. Gesteuert wird es mit Rudern und einem Segel. Näher sie sich dem Marsmond oder Erde sorgt die Schwerkraft dafür, dass sich der Schiffsrumpf in Richtung der Planetenoberfläche bewegt.

Ungewöhnlicher Weise ist die „Die geschwinde Reise“ gleich in dreifacher Ausführung in dem Buch vorhanden: die Originalversion, eine Neuversion in heutiger Rechtschreibung und eine Nacherzählung. Da sich der Text aber für das Alter erstaunlich gut und flüssig liest, bereitet es kaum Schwierigkeiten, sich mit Originaltext auseinanderzusetzen.
Die Handlung an sich ist banal und kann dem heutigen Anspruch an Spannung und Charakterentwicklung bei weitem nicht gerecht werden. Trotzdem ist sie erstaunlich gut gealtert, liest sich flott und interessant. Die Ideen sind zum Teil altbekannt, teilweise jedoch überraschend und wohltuend anders im Vergleich zu heutiger Literatur gleichen Themas.

Den drei Fassungen der Erzählung ist ein langes Vorwort vorangestellt, in dem zum einen eine Definition von ScienceFiction gewagt wird. Das Ergebnis ist erstaunlich einfach und pragmatisch, genügt aber wahrscheinlich nicht unbedingt wissenschaftlichen Ansprüchen. Meines Erachtens werde hier ein paar Bereiche der SF einfach ausgeklammert bzw. mehr zur SF gezählt als ich es würde. Vor allem der Aspekt des Phantastischen kommt mir zu kurz.
Zum anderen wird „Die geschwinde Reise“ aber auch näher kontextualisiert. Sehr interessant ist die Aufzählung der bereits zuvor erschienenen SF-Erzählungen und Romane, aber auch die Klärung des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes zur Zeit der Entstehung.

Alles in allem ist „Die geschwinde Reise“ ein sehr sorgfältig gestaltetes, gut aufgemachtes Buch, das ich gerne gelesen habe und sicherlich wieder lesen werde (, dass man aber nicht gelesen haben muss), über das ich noch nachzudenken haben werde und das einen guten Platz in meinem Regal bekommen wird.
Diese Rezension wurde geschrieben von Felix Woitkowski und erschien zuerst auf "Tändelei"